SmartCityCologne-Konferenz 2022 – so sind die Themensessions besetzt

Mitmachen erwünscht! (Bild: Adobe).

Bei den Themensessions stehen 2022 die zentralen Entwicklungspunkte in Köln im Mittelpunkt: Digitalisierung, Mobilität, Stadtentwicklung, Energiewende und Wohnen. Nach den Impulsvorträgen steht der Austausch zwischen Profis und den Teilnehmenden auf dem Programm. 

Session I: Smart City und Digitalisierung

Wie Bürger*innen Köln als Smart City mitgestalten können
 

 „un:box Cologne – Deine Stadt, Deine Ideen“
Sabine Möwes, Leiterin Stabsstelle Digitalisierung, Stadt Köln
Dirk Blauhut, Projektleiter un:box Cologne, Stadt Köln  

Mit „un:box Cologne“ hat sich die Stadt Köln erfolgreich um eine Förderung bei den „Modellprojekten Smart Cities" des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) beworben. Das Projekt legt einen besonderen Fokus auf die Teilhabe der Stadtgesellschaft in die Planung und Umsetzung des digitalen Transformationsprozesses. In der Session stellen Sabine Möwes und Dirk Blauhut „un:box Cologne“ sowie erste Pilotprojekte vor. Im Anschluss entwickeln und diskutieren die Anwesenden eigene Projektideen. 

Session II: Mobilität der Zukunft

Von ReUse zu re2you – smarter, vernetzter und freier (Daten-)Verkehr


Ganz schön smart: Mit re2you lassen sich Inhalte auf jedem Device nutzen – ganz ohne Up- oder Download (Grafik: re2you). 

„re2you – die digitale Unabhängigkeitsbewegung“
Ghazaleh Koohestanian, Geschäftsführerin re2you

Mit dem Cloud-Browser des Berliner Startups re2you lassen sich Daten und Apps plattformübergreifend und unabhängig vom verwendeten Betriebssystem nutzen. Eine große Chance für Stadtwerke und städtische Behörden, deren strenge Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit den Gebrauch zahlreicher Apps von vornherein ausschließen. re2you-Geschäftsführerin Ghazaleh Koohestanian zeigt die Vorteile ihrer Cloud-Lösung auf und führt unter anderem spannende Anwendungsbeispiele im Mobilitätssektor vor. 

 „Kein altes Eisen: Second life für E-Auto-Akkus“
Jeff Witting, RheinEnergie und Dervis Mujagic, KVB
Projektleiter „Multimodale Lademodul-Integration (MuLI)“ 

Während die Elektromobilität in Köln und deutschlandweit in Fahrt kommt, testen die Kölner Verkehrs-Betriebe, Ford und die RheinEnergie im Pilotprojekt „MuLI“, wie sich ausrangierte E-Auto-Akkus einem Second Life zuführen lassen. In Köln-Bocklemünd dienen sie, eingebettet in ein komplexes Energiemanagementsystem, als Speicher für aus Bremsenergie der Stadtbahnen gewonnenen Öko-Strom – und als dezentraler Energielieferant für E-Busse und E-Autos. 

 

Session III: Digitale Werkzeuge und Geodaten

Digitale Stadtmodelle: nachhaltig und sicher leben in Köln 
 

Wie breitet sich eine Flutwelle in Köln aus, wie verteilen sich Abgase in der Stadt? Antworten liefert das 3D-Stadtmodell (Bild: Adobe).

„Ganz Köln im Blick: mit dem dreidimensionalen Stadtmodell“
Bernhard Dirks, Stadt Köln 

Digitale Stadtmodelle und Simulationswerkzeuge in 3D können als wichtige Entscheidungshilfen für die nachhaltige Stadtentwicklung dienen. Mit dem Kölner 3D-Stadtmodell etwa lässt sich die Ausbreitung von Lärm und Abgasen simulieren sowie Vorhersagen über mögliche Auswirkungen auf das Stadtklima treffen. Doch die Anwendungsmöglichkeiten sind weit größer. Bernhard Dirks stellt die wichtigsten Tools und Datenquellen des Modells vor und erläutert deren Einfluss auf Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

„So gelingt der Schutz vor Starkregen und Hochwasser“
Ingo Schwerdorf, StEB Köln, Abteilungsleiter Wasserwirtschaftliche Planung 

Was an smarter Simulation in Köln außerdem möglich ist, zeigt die Visualisierungssoftware Visdom. Das Tool simuliert Hochwasserwellen und berechnet hydrodynamisch welche Gebiete und Gebäude betroffen sein würden. Mit dem Wissen lassen sich frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Im zweiten Teil stellt Ingo Schwerdorf den Wasser-Risiko-Check der StEB vor. Mit dem Online-Tool können Bürgerinnen und Bürger ihre Gefahrenlage ermitteln. Das Tool empfiehlt passende Vorsorgemaßnahmen, von denen einige vor Ort getestet werden können.  

Session IV: Klimaneutral 2035 / Solaroffensive

Ein Ziel, viele Wege: Emissionen und Energiekosten effektiv senken
 

Kostenlose und unabhängige Beratung für Kölnerinnen und Kölner: mit dem Treffpunkt Solar bündeln Stadt Köln, RheinEnergie und Handwerkskammer ihre Kompetenzen (Grafik: KMB Media). 

„Klimaneutralität – machen wir uns gemeinsam auf den Weg“
Alice Bauer, Stadt Köln, Leiterin Koordinationsstelle Klimaschutz 

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Bis 2035, so das Ziel des Stadtrats, soll Köln klimaneutral sein. Wie das gelingen kann? Durch ambitioniertes und entschlossenes Handeln und dem Umbau auf allen Ebenen von Wirtschaft und Gesellschaft. Alice Bauer führt aus, wie die Stadt Köln in ihrem Wirkungsbereich eine Vorbildfunktion einnehmen will, welche Facetten es dabei zu bedenken gilt, und warum der Wandel nur gemeinsam gelingen kann. 

„Treffpunkt Solar: das neue Beratungszentrum für Köln“
Ulrich Fesser, Handwerkskammer Köln
Sebastian Bock, RheinEnergie AG 

Wie die Kölnerinnen und Kölner ihre ganz persönliche Energiewende vollziehen und nebenbei ihre Energiekosten senken können, zeigen Ulrich Fesser und Sebastian Bock vom Treffpunkt Solar. Der Treffpunkt Solar bietet eine kostenfeie und unabhängige Beratung mit dem Ziel der Energiewende in Köln einen kräftigen Schub zu geben. Dazu haben die beteiligten Partner Handwerkskammer zu Köln, RheinEnergie und Stadt Köln ihre Kompetenzen gebündelt und stellen diese allen Kölnerinnen und Kölnern zur Verfügung. 

Session V: Planen und Bauen

Alles mal neu machen: gut und zukunftssicher planen 
 

Neues Veedel in bester Lage: Mit der Entwicklung des Deutzer Hafens stellt sich Köln den Herausforderungen einer dynamisch wachsenden Großstadt (Grafik: moderne stadt).  

„Liebigquartier - Visionen und Entwürfe für Kölns letzte große Entwicklungsfläche“
Verena Hermelingmeier, KLuG e.V. / WandelWerk
Prof. Christian Moczala, Master Städtebau NRW 

Zwischen den Stadtteilen Ehrenfeld und Nippes liegt das Liebigquartier, das trotz seiner zentralen Lage durch Leerstand und Industriebrachen geprägt ist. Hier stehen in den kommenden Jahren große Flächenentwicklungen an, die dazu beitragen können, Kölns Klimaziele Realität werden zu lassen. Mit dem WandelWerk hat der KLuG e.V. Impulse für die Entwicklung eines "Modellquartiers Liebig" gesetzt. Darauf aufbauend haben Studierende des Masters Städtebau NRW innovative Konzepte für das zukünftige Quartier erarbeitet.

„Veedel 4.0: das neue Quartier im Deutzer Hafen“
Bernd Dallmeyer, moderne stadt 

Ganz neu hingegen können Bernd Dallmeyer und die Projektentwickler von der modernen Stadt planen. Denn rund um den Deutzer Hafen entsteht ein neues Veedel. Eine große Herausforderung: Angestrebt ist, in dem rund 38 Hektar großen Areal 3.000 neue Wohnungen für 6.900 Bewohner anzubieten. Zudem sollen rund 6.000 neue Arbeitsplätze sowie Kitas, eine Grundschule, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangebote entstehen. Nachhaltig-keit und Energieeffizienz nehmen bei der Planung eine wichtige Rolle ein und wurden von Anfang an mitgedacht. 

 

SmartCityCologne-Konferenz 2022
„Klimaneutral und digital“

Samstag, 3. September 2022, 16:00 Uhr 
RheinEnergie-Hauptverwaltung
Parkgürtel 24, 50823 Köln
(Termin in Kalender eintragen)

 

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