Dafür hat der Rat mit seinem Beschluss in der Sitzung am Donnerstag, 8. Dezember 2022, gestimmt. Anfang 2023 kann dann die fünfjährige Umsetzungsphase beginnen. Hierzu bedarf es noch der finalen Zustimmung des Projektpartners, des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).  

Was genau ist „un:box Cologne“?
Mit dem interaktiven Bürger*innen-Beteiligungsprojekt „un:boxcologne – Deine Stadt, Deine Ideen“ will die Stadt Köln gemeinsam mit ihren Bürger*innen ihre digitale Zukunft gestalten. Es geht darum, Ideen aus dem Verborgen zu holen – die Ideen buchstäblich aus der Kiste zu lassen beziehungsweise auszupacken. „unboxing“ (vom Englischen ‚to unbox‚ für „auspacken“) ist ein Begriff aus der Netzkultur und beschreibt, wie ein Produkt der Verpackung entnommen und vorgestellt wird. In diesem Sinne „packt“ „un:boxcologne“ die Ideen der Stadtgesellschaft aus, um sie in die Umsetzung zu bringen.

Besonders kreative Vorschläge zur digitalen Stadt der Zukunft stehen im Mittelpunkt. Das Team hinter „un:boxcologne“ wird solche Ideen fördern und wird entsprechend beraten, gemeinsam die Ideen weiterentwickeln und Lösungen für die technische und digitale Umsetzung erarbeiten. Die Ideengeber*innen werden, neben finanzieller Förderung, bis zur Marktreife ihrer Idee mit Expert*innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik und Bildung vernetzt.  

Digitale Modellprojekte fördern auf dem Weg zur Smart City von morgen
un:boxcologne“ wird gefördert vom Bund und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und ist Teil der „Modellprojekte Smart Cities„. Mit diesen Förderprogrammen hatte der Bund vor zwei Jahren einen entsprechenden Aufruf gestartet. Zukunftsfähige Ideen der Bürger*innen für den Digitalen Wandel sollen hierin unterstützt werden. Die Stadt Köln hatte sich so beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), dem heutigen Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), beworben und den Zuschlag erhalten. Die Stadt Köln stärkt so ihre Rolle als Vorreiterin in der Digitalisierung.

Während viele Städte einzelne Projekte für das Förderprogramm angemeldet haben, sind wir in Köln einen anderen Weg gegangen. Wir wollen mit „un:box cologne“ unter Beteiligung der Stadtgesellschaft Prozesse dauerhaft verändern. Wir wollen Digitalisierung nicht nur an die Menschen herantragen, sondern sie sollen sich als wichtigen Teil dieses Prozesses verstehen,

sagt Andree Haack, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln.

Ziel der Modellprojekte „Smart Cities made in Germany“ ist es nicht allein, neue Technologien bereitzustellen, sondern für Bürger*innen einen Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu etablieren. Am Ende sollen praktische, digitale Lösungen stehen, um die Lebensqualität der Menschen in ihrer Stadt zu verbessern.

 

„abolz“

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