KVB-Fahrradleihsystem

Smarte Mobilität

 

Smarte Mobilität ist klimafreundlich, nachhaltig, platzsparend und vernetzt. Sie setzt auf Vielfalt und Multimodalität. Der Bewohner einer Smart City bleibt nicht einem Verkehrsträger treu. Das Resultat ist ein individuell auf die Lebensumstände zugeschnittenes Mobilitätspatchwork, das sich jederzeit schnell und bequem konfigurieren lässt.

Dabei hat energieeffiziente und platzsparende Mobilität Vorrang. „Teilen“ ist smart! Das Teilen von Dingen und Informationen etabliert sich bereits unter dem Begriff „Sharing-Economy“ und stellt die Funktion vor das Eigentum, um vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen. Smarte Mobilität im urbanen Raum ist daher vorrangig das Teilen eines vernetzten Mobilitätsangebotes aus Bussen, Bahnen, Fahrrädern und Autos. Smarte Mobilität ist nicht bloß eine technologische Aufgabe. Besonders in den Innenstädten werden durch eine bewegungsaktive Nahmobilität aus zu Fuß gehen und Radfahren wieder Räume für Lebensqualität und Stadtentwicklung gewonnen. Hier setzt das Fahrradverleihsystem der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) an, indem es eine Lücke im Verbund umweltbewusster und bewegungsaktiver Mobilität schließt.

Das Fahrradleihsystem der KVB steht für eine offene Architektur. Es ist daher kein System mit ausschließlich festen Stationsterminals nach den bekannten Vorbildern aus anderen Großstädten, weil eine Schablone für alle Fälle das komplexe Geschehen einer Großstadt nur unzureichend berücksichtigen kann.

Das System bietet Nutzern die vollkommen flexible Ausleihe und Rückgabe im Straßenraum an, aber auch ortsfeste Stationsterminals je nach den vorhandenen Möglichkeiten und Bedürfnissen. Die Verleihterminals decken damit die ganze Spanne zwischen konventionellen Stationen bis zu rein virtuellen Stationen ab.

 

Der Start ist mit 900 Rädern im Mai 2015 gelungen. Die Räder sind mit modernster Technik wie Bordcomputer und GPS/GSM ausgestattet.

 

Verfügbar ist das Angebot für die gesamte Innenstadt (bis Gürtel), die Stadtteile Braunsfeld, Lindenthal (erweitertes Uniumfeld) und Deutz. Dazu kommen die Stadtteile Mülheim und Butzweiler, in denen die ersten Verleihterminals aufgebaut werden sollen. Beide Stadtteile eignen sich wegen ihrer sich dynamisch entwickelnden Wohn- und Gewerbestrukturen besonders für die Integration des Fahrradleihsystems in die Ziele von SmartCity Cologne. Hier könnte die Plattform für die Weiterentwicklung des Fahrradleihsystems liegen. Multimodale Verkehrsangebote, integrierte Verkehrs- und Stadtplanung, Integration E-Mobilität und Lastenräder, OpenData, Kooperationen mit Firmen, Hotels und lokalen Initiativen sind nur einige Stichworte.

Vollautomatische Entleihe, leichter Zugang zum System sowie die informatorische, räumliche und tarifliche Integration in den ÖPNV sind die grundlegenden Eigenschaften. Der Verleih erfolgt rund um die Uhr und ganzjährig per Anruf, Smartphone-App oder SmartCard über den Bordcomputer direkt am Rad oder am Stationsterminal.

Alle Stammkunden der KVB (rund 260.000) erhalten ihre Tickets heute schon auf SmartCards ausgehändigt. Mit dem (((e-Ticket einfach kostenlos registrieren und ausleihen inklusive 30 Minuten freie Fahrt, werten das ÖPNV-Ticket für KVB-Kunden deutlich auf und ergänzen das ÖPNV-Angebot der Stadt Köln klimafreundlich, nachhaltig und platzsparend. Ein einfaches Tarifsystem komplettiert das Angebot auch für Besucher der Stadt Köln oder Nutzer ohne ÖPNV-Ticket.

 

 

Die Beschaffung im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat sich leider leicht verzögert. Die KVB setzt das Projekt bislang ausschließlich aus eigenen Mitteln um. Das Projekt ist offen für weitere Partner und Projekte. Anfragen bitte an:

Kölner Verkehrs-Betriebe AG

Frank Gassen-Wendler

frank.gassen-wendler@kvb-koeln.de