GrowSmarter

Blaupause für eine nachhaltige Stadtentwicklung

 

Die Stadt Köln möchte mit dem Projekt GrowSmarter den Stadtteil Mülheim als Blaupause für eine nachhaltige Stadtentwicklung etablieren. Zu diesem Zweck hat sich Köln dem Städtekonsortium aus Stockholm und Barcelona angeschlossen, um gemeinsam Fördergelder aus dem Horizon 2020 Programm der Europäischen Union zu erhalten. Mit dem Zuschlag von insgesamt 25 Mio. Euro können die Städte ihre ambitionierten Projekte im Bereich der Mobilität, Energie und Informations- und Telekommunikationstechnologie (IKT) umsetzen. Das Gesamtprojekt hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die in Köln eingebundenen Projektpartner sehen Sie rechts.

 

Die Stegerwaldsiedlung soll energetisch saniert werden. Auf den Dächern der Stegerwaldsiedlung soll mit Hilfe der Photovoltaik Strom erzeugt werden. Damit der Strom weitestgehend in der Stegerwaldsiedlung erzeugt und verbraucht wird, sollen dort auch Stromspeicher eingesetzt werden. Das Gesamtsystem wird durch eine Software (Siedlungsmanagement) gesteuert.

Der Informations- und Kommunikationstechnologie kommt in diesem Projekt eine Schlüsselstellung zu. Sie hat die Aufgabe die verschiedenen Projektmaßnahmen durch den Austausch von Daten miteinander zu verknüpfen. Die Verkehrsdaten werden beispielsweise der Öffentlichkeit anonym auf einer Open-Data-Plattform zur Verfügung gestellt. Durch Applikationen können sich die Bürger über die Verkehrssituation informieren und so das optimale Verkehrsmittel wählen.

Der von der Photovoltaikanlage produzierte Strom wird der Siedlung zur Verfügung gestellt. Um eine optimale Versorgung der Mieter zu gewährleisten, wird der Strom- und Wärmekreislauf vom Siedlungsmanagement auf der Basis der Konsum- und Produktionsdaten gesteuert.

 

Köln hat sich zum Ziel gesetzt mit Hilfe der IKT die Bereiche Mobilität und Energie intelligent miteinander zu verknüpfen. Die Zielsetzung besteht darin, dass ein Gesamtkonzept entstehen soll, welches eine wesentlich höhere Effizienz in allen Teilbereichen des Projektes generieren soll als es eine getrennte und sektorale Betrachtung erzeugen könnte. Die Stadt Köln möchte erfolgreiche Konzepte auch auf andere Stadtteile übertragen.

Im Bereich der Mobilität sollen an neuralgischen Punkten (Bahnhöfe, Plätze, etc.) Mobilitätshubs aufgebaut werden, welche der Bevölkerung verschiedene Formen von (E) Mobilität anbieten sollen. Benötigte Parkplätze können im Rahmen des Carsharings online reserviert werden. Somit soll ein Angebot geschaffen werden, welches einen eigenen PKW überflüssig macht. Der Verkehr soll im Zielgebiet durch Sensoren überwacht und statistisch erfasst werden.

 

Das Gesamtkonzept kann somit verschiedene Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung ansprechen. Die Partner sind davon überzeugt, dass diese Konzeption neue Gestaltungsperspektiven für die Bereiche Mobilität, Energie und IKT ermöglicht und Köln neue Gestaltungsoptionen für die Zukunft eröffnet.